Die Freiherren von Berlichingen
Die Familie der Freiherren von Berlichingen ist zum ersten Mal 1212 sicher nachweisbar. In einer Urkunde der Herren v. Weinsberg für das Kloster Schöntal tritt Engelhard von Berlichingen als Zeuge auf. Das Geschlecht ist nach dem schon um 800 erwähnten Ort Berlichingen im Jagsttal benannt, der auch der ursprüngliche Stammsitz der Familie war. Vermutlich durch Einheirat erlangte die Familie im 14. Jh. Jagsthausen und verlegte auch Ihren Hauptsitz hierher. Die Stiftung einer Frühmesse in der Kirche zu Jagsthausen Ende des 14. Jh. lässt den Ausbau des Ortes zum Stammsitz der Jagsthausener Linie deutlich werden. Im 16. Jh. wurde auch die Grablege von Familienmitgliedern von Kloster Schöntal nach Jagsthausen verlegt.
Das uralte Adelsgeschlecht der von Berlichingens war eine der einflussreichsten und begütertsten Familien in Franken. Ihre Besitztümer reichten im Norden bis zum Main im Süden an den Schwäbisch-Fränkischen Wald, im Westen bis an den Neckar und im Osten bis an die Aisch.
