Die Römer
Die Geschichte Jagsthausens geht nachweislich bis auf das zweite Jahrhundert unserer Zeitrechung zurück. Die Römer bauten hier unter Kaiser Domitian den Limes, einen Befestigungswall, der sie gegen äußere Einflüsse schützen sollte. Dieser Wall kreuzte das Jagsttal zwischen dem heutigen Berlichingen und Jagsthausen. Entlang des Limes stationierten die Römer an verschiedenen Stützpunkten ihre Truppen. Hier, unmittelbar an der östlichen Grenze des römischen Reiches, lag eines der sogenannten Kastelle. Dort, wo sich heute der Innenhof des Roten Schlosses befindet und Sie in den Sommermonaten laue Abende genießen können, stand einst die Kommandozentrale (Principia) des Castrum Romanum.
Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches wurden auch die Truppen aus dem Jagsttal abgezogen und die zurückgelassene Siedlung von den nachfolgenden Alemannen durch Feuer zerstört. Funde aus dieser Zeit werden im alten Rathaus ausgestellt (Termin nach Vereinbarung, (Tel:07943/2999) oder im Berlichingen´schen Familienmuseum in der Götzenburg (Öffnungszeiten Mai-Okt. 14:00-17:00). Gruppenführungen über Rotes Schloss
Nach dem Abzug der römischen Truppen erscheint Jagsthausen erst wieder 771 unter dem Namen „Jagese“, einer fränkischen Siedlung und dann 1090 unter dem Namen Hausen nach dem gleichnamigen Lehnsherrn von Hausen. Seit dem 14. Jh. fasste die Familie von Berlichingen zunehmend Fuß in Jagsthausen.
